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Zu Ostern gilt: Augen auf beim Eierkauf!
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In der Legebatterie leiden Hühner entsetzliche Qualen |
Seit dem 01.01.2010 ist die Haltung von Legehennen in herkömmlichen Käfigbatterien bundesweit verboten. Doch dies bedeutet keineswegs, dass sich in den Regalen nun keine Käfigeier mehr finden. Gerade zur Osterzeit werden Unmengen ausländischer Eier als gefärbte Ostereier verkauft – der Eierstempel, an dem der Kunde erkennen kann, welcher Haltungsform das Ei entstammt, findet sich hier nicht.
Die Stempelpflicht gilt nur für Frischeier; da gefärbte Eier aber schon vor dem Färben gekocht werden, zählen sie zu den verarbeiteten Eiern und müssen keinen Stempel tragen. Weil sie in der Produktion die geringsten Kosten verursachen, werden deshalb hier meist Eier aus Käfighaltung verkauft.
Der Eierstempel, den frisch verkaufte Schaleneier seit 2004 in der EU tragen müssen, ist für verantwortungsbewusste Verbraucher eine Hilfestellung: Mit einem Code gibt er Aufschluss über die Haltungsform der Legehennen. Die erste Ziffer des Stempels, noch vor dem Kürzel des Erzeugerlandes und der Kennnummer des Hofes, gibt an, ob das Ei aus Käfighaltung (3), Bodenhaltung (2), Freiland- (1) oder Biohaltung (0) stammt. Die Käfighaltung in Deutschland darf mittlerweile nur noch in Kleingruppenhaltung stattfinden, die Tiere bekommen hierbei keinerlei Auslauf; Hühner in Bodenhaltung dürften immerhin frei im Stall herumlaufen, doch meist ist kein Platz dafür da, denn die Hühnerhalter stopfen die Ställe häufig sehr voll. Freilandhühnern muss ein Mindestmaß an Auslauf zur Verfügung stehen, Biohühner werden zudem nach ökologischen Standpunkten gehalten und gefüttert.
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Gerade mal ein DIN-A-4-Blatt an Platz steht den Tieren zur Verfügung |
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Tierquälerei, soweit das Auge reicht, unter künstlichem Licht leiden die Hühner |
Die traditionelle Legebatterie ist in Deutschland nun verboten, im europäischen Ausland jedoch noch erlaubt. So finden sich unter den gefärbten Eiern vor allem Käfigeier aus dem Ausland – und Eier aus der deutschen Kleingruppenhaltung, die ebenfalls zur Käfighaltung zählt und von Tierschützern als nicht artgerecht eingestuft wird.
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Abgestempelt zum Eier legen – Hühner in der Legebatterie |
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Artgerecht ist nur die Freiheit – in einer Freilandhaltung haben die Hühner genug Platz zum Scharren und Laufen |
Gefärbte Ostereier im Bioladen oder frische Eier aus Bio- oder Freilandhaltung kaufen und selbst färben, zum Beispiel mit Rote Beete, Fliederblüten, Petersilie oder Karotten.
Was bedeutet der Stempel auf dem Ei? 
Der Stempel auf der Schale ist dreiteilig, z.B.: 0 – DE – 654321
Die erste Ziffer gibt die Haltungsform der Legehennen an und ist daher für den Tierschutz am relevantesten:
0 steht für ökologische Erzeugung,
1 für Freilandhaltung,
2 für Bodenhaltung
und die 3 für Käfighaltung.
Die nachfolgenden beiden Buchstaben geben die so genannte Länderkennung an und geben Auskunft darüber, aus welchem Land das Ei stammt. DE = Deutschland, NL = Niederlande, FR = Frankreich, DK = Dänemark
Die mehrstellige Zahlenfolge am Ende des Codes gibt den Betrieb an, die letzte Ziffer ist die Stallnummer.
Wenn Sie wissen wollen, woher Ihr Frühstücksei stammt, dann können Sie hier den Eierstempel eintragen und sich anzeigen lassen, wo der Hühnerstall steht und wie die Hühner gehalten werden: https://www.qualitrail.de/wsade/index.jsf









